Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Unternehmen, die bereits ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS betreiben, sind grundsätzlich von der Pflicht eines Energieaudits befreit.

Entschließt sich ein Unternehmen, ein System nach DIN EN ISO 50001 bzw. EMAS einzurichten, erhält es dafür mehr Zeit. In der Einführungsphase müssen dann bis zum 31.12.2016 bestimmte Mindestkriterien erfüllt werden (insbesondere die Vornahme der energetischen Bewertung nach DIN EN ISO 50001). Im BAFA-Merkblattentwurf heißt es außerdem, dass die Einrichtung eines solchen Systems auch abgeschlossen werden muss, da andernfalls eine Ordnungswidrigkeit vorliege.

Die Einführung eines EnMS birgt aber noch weitere Vorteile. Sie gilt unter anderem als Voraussetzung für die Geltendmachung des sog. Spitzenausgleichs nach dem StromStG und EnergieStG. Unternehmen des Produzierenden Gewerbes, wozu auch EVU zählen, können so über § 10 StromStG bzw. § 55 EnergieStG bis zu 90 % ihrer Belastung mit der Stromsteuer bzw. Energiesteuer (abzüglich eines Sockelbetrages) zurückbekommen.

Der Betrieb eines solchen (fortlaufenden) Systems zum Zwecke der kontinuierlichen Energieeinsparung ist gegenüber der Durchführung eines (abgeschlossenen) Energieaudits zwar etwas aufwändiger. Es birgt jedoch größere Potentiale.

 

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